Ein Fest und viele Namen.
Doch halt, nur ein Fest? Nicht direkt, Kirchweih oder wie es in Bayern heißt Kirta, oder in Franken Kerwa bedeutet zwar immer Kirchweih, doch hierzu gibt es eine recht nette Geschichte zu erzählen.
Die Kirchweih ist ein Fest zu Ehren der jeweiligen Kirche und deren Weihe in dem Ort. Hierzu wird ein meist recht üppiges Fest gefeiert, oft über mehrere Tage hinweg und mit Gästen aus dem Nachbarort.
Da in jeder kleineren Ortschaft schon eine Kirche steht, kann man sich gut vorstellen, dass recht oft gefeiert wurde. Meist 3 Tage, Samstag, Sonntag und noch Montag. Natürlich hat an diesen Tagen Niemand gearbeitet.
Dies war der Kirche ein Dorn im Auge und sie hat eine “Allerwelts-Kirchweih” im Oktober festgelegt. Nur hier sollte gefeiert werden. Oktober schien ein guter Zeitpunkt zu sein, die Ernte ist eingefahren und es könnte noch vom Wetter her schön genug sein, dass man draußen feiern kann.
Doch das passte den Leuten wiederum nicht, die, wenn sie zentral wohnten, doch an mehreren Kirtas im Jahr teilnehmen konnten und nun auf die freien Tage verzichten und nur noch einmal im Jahr feiern sollten.
Kurzerhand wurde von diesem Zeitpunkt einfach noch zusätzlich im Oktober gefeiert. Also im Oktober die Allerweltskirta und während des Jahres die Kirchweih zur jeweiligen Kirche.
Eine der bekanntesten Kirchweih-Feiern ist die Sandkerwa in Bamberg im August.
Doch jetzt im Oktober gibt es auch viele Feiern mit den besonderen Speisen wie etwa den Auszogne, Kirtanudeln und weiteren leckeren Schmankerln.