Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Die meisten von uns kennen zumindest schon mal den Unteschied bei den Kocheigenschaften. Festkochende Kartoffeln bleiben nach den Kochen noch richtig fest und in Form, welche bei den mehlig kochenen Kartoffeln längst nicht mehr vorhanden ist. Diese sollen ja auch richtig verkochen, damit man sie zu cremigen Pürees oder Teigen verarbeiten kann. Vorwiegend festkochene Kartoffeln sind irgendwo zwischendrin.
Doch was hat das nun mit dem Geschmack zu tun? Erst mal gar nichts. Hier sollte man sich die Namen merken.
Haha, weil ich mir irgendwelche Namen für eine Kartoffel merken kann, ich bin ja schon froh, wenn ich die Personen mit dem richtigen Namen zusammenbringen kann. Nun auch noch bei Kartoffeln. Und dann noch die erweiterte Fassung, dass ich mir auch noch die Eigenschaften bzw. den Geschmack behalten sollte. Da stoße ich recht schnell an meine Grenzen. Vor allem, wenn es die eine Sorte nur im Frühling oder im Herbst etc. gibt.
Doch sollte man sich hier eindeutig bemühen, denn der Sortenname bleibt immer gleich und wenn man eine leckere und für seine Zwecke geeignete Knolle gefunden hat, findet man sie sonst in der gigantischen Auswahl von Kartoffeln fast nicht wieder.
Einfacher ist es, wenn man besondere Kartoffeln wählt, wie etwa lila-farbige (da haben meine Kinder erst mal blöd geschaut). Da ist die Auswahl schon erheblich kleiner. Oder so alte Sorten wie das Bamberger Hörnchen.
Doch Achtung, auch wenn man jetzt die einzig wahre Knolle für etwa den Kartoffelsalat gefunden hat, so eignet sie sich deshalb noch lange nicht für die Ofenkartoffeln. Auch wenn man bei beiden die festkochenden Sorten bevorzugen würde.
Ich sehe es schon kommen, irgendwann hängt dann bei mir in der Küche eine Liste mit den ganzen Kartoffelnamen und einem Vermerk für was sie gut sind.
Mit 70 kenne ich dann meine Favoriten, denn vorher bin ich mit Ausprobieren beschäftigt ;-)